Mein Lebenslauf

 Geburt26. Januar 1974Wolfach, Baden-Württemberg
 Bildung1980 - 1985Grund- und HauptschuleOberwolfach
 Bildung1985 - 1990RealschuleWolfach
 Bildung1990 - 1991HauptschuleHauswirtschaftliche Schule, Wolfach
 Arbeit1992 - 1993Helfer, BrandschutzinstallationenFranz Falk, Hausach
 Arbeit1993 - 1994Helfer, Lager und VersandWolber & Pfaff, Hausach
 Wehrdienst1995FunkerKaserne Todtnau und Ulm
 Bildung1998 - 2000Mittlere ReifeTheodor-Heuss Abendrealschule, Offenburg
 Arbeit1998 - 2000Helfer, Lager und VersandGerd Rodermund, Mahlberg
 Bildung2000 - 2003Allgmeine HochschulreifeAbendgymnasium, Offenburg
 Arbeit2000 - 2001Helfer, VideothekarVideo Graf, Offenburg
 Arbeit2001 - 2002Helfer, TelefonansprechpartnerWalther Telemedien, Schutterwald
 Arbeit2002 - 2003Helfer, Englisch NachhilfelehrerSchülerhilfe, Gegenbach
 Bildung2003 - 2009Biologie DiplomUniversität Karlsruhe
 Arbeit2003 - 2008Helfer, Server Administration & Web EntwicklungenHurter NetCom, Durbach-Ebersweier
 Bildung2010 - 2014DoktorarbeitKarlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe
 Arbeit2014 - 2017Wissenschaftlicher MitarbeiterKarlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe

Übersicht

  • Bamboo tea: reduction of taxonomic complexity and application of DNA diagnostics based on rbcL and matK sequence data.
    - Horn, T. & Häser, A., 2016. PeerJ, 4, p.e2781
  • Integrating Biodiversity Data into Botanic Collections.
    - Horn, T., 2016. Biodiversity Data Journal, 4, p.e7971
  • Genetic Food Diagnostics: Approaches and Limitations of Species Level Diagnostics in Flowering Plants.
    - Horn, T., 2014. Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Phd thesis
  • Genetic authentication by RFLP versus ARMS? The case of Moldavian dragonhead (Dracocephalum moldavica L.). 
    - Horn, T. et al., 2013. European Food Research and Technology, 238(1), pp.93–104
  • Molecular diagnostics of Lemon Myrtle (Backhousia citriodora versus Leptospermum citratum).
    - Horn, T. et al., 2012. European Food Research and Technology, 234(5), pp.853–861
  • Evolution And Ecophysiology Of The Cultigen Parasite Weedy Red Rice.
    - Horn. T., 2010. University of Karlsruhe. Diploma thesis

Details

Die Frucht des Studiums
Die Produktion der Doktorarbeit
In den ersten zwei Jahren wurden meine praktischen Bemühungen von meinem Doktorvater in akademischem Text zusammengefasst und veröffentlicht.
  • Molecular diagnostics of Lemon Myrtle (Backhousia citriodora versus Leptospermum citratum)
    Das erste Projekt wurde Anfang 2012 abgeschlossen und befasst sich mit einem in der globalisierten Handelswelt typischen Fall: Der umgangsprachlicher Name Lemon Myrte lässt sich nicht eindeutig einem wissenschafltichen Namen zuordnen. Der Name lässt sich zwei sehr unterschiedlichen Arten zuordnen (Abbildung 1), die sich nicht nur im Aussehen, sondern auch in ihren Inhaltsstoffen unterscheiden. Das birgt natürlich die Gefahr, dass man als Konsument etwas erwirbt, was man nicht haben will, und worauf man möglicherweise empfindlich reagiert. In der Publikation stellen wir neben morphologischen Kriterien ein Verfahren vor, mit dem sich klar feststellen lässt, welche der möglichen Pflanzen Arten für ein Produkt verwendet wurde.
  • Genetic authentication by RFLP versus ARMS? The case of Moldavian dragonhead (Dracocephalum moldavica L.)
    Das zweite Projekt wurde Ende 2013 abgeschlossen und taucht etwas tiefer in die Welt der pflanzlichen Produkte ein, welche nur kleine Fragmente für Kontrollen enthalten. Als exemplarische Pflanzengruppe haben wir hier die Lippenblütler gewählt, von denen viele Arten als Gewürze oder Tee Verwendung finden, und die sich nur schwer von einander unterscheiden lassen. Genau befassten wir uns mit dem Moldawischen Drachenkopf, der in Tees verwendet wird, und ähnlichen Arten wie der Melisse und der Katzenminze. Neben dem in der ersten Veröffentlichung verwendeten Verfahren stellen wir hier eine weitere, weniger zeitintensive Möglichkeit zur Authentifizierung von Pflanzenmaterial vor (Abbildung 2).
Der Abschluss der Doktorarbeit und weitere Projekte
Mit meiner Doktorarbeit und in der darauf folgenden Zeit als Post-Doc entstanden 3 selbst verfasste Arbeiten
  • Genetic Food Diagnostics - Approaches and Limitations of Species Level Diagnostics in Flowering Plants
    Meine Doktorarbeit aus dem Jahr 2014 behandelt die folgenden Fragen. Wie werden Verbraucher aktuell vor falsch ausgezeichneten Lebensmitteln geschützt? Welche Methoden gibt es, um die aktuelle Situation zu verbessern? Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden um insbesondere Produkte mit exotischen Pflanzen kontrollieren zu können? Anhand verschiedener Fallbeispiele werden die Methoden aufgearbeitet und diskuttiert. Die Notwendigkeit für eine Referenzsammlung sowie deren Enwicklung und Verwaltung wird ebenfalls thematisiert.
  • Integrating Biodiversity Data into Botanic Collections
    In dieser Arbeit aus den Jahren 2015 und 2016 verwende ich Samen Kataloge als Quelle unstrukturierter Daten. Ich extrahiere Artnamen um diese mit Hilfe verschiedener Quellen (The Plant List, Encyclopedia of Life und Catalogue of Life) zu verifizieren, deren Status zu erfahren und alternative Namen zu erhalten. Ich vergleiche außerdem die Verfügbarkeit von weiterführenden Informationen wie Schutzstatus (International Union for Concervation of Nature) und Invasivität (Global Invasive Species Information Network, Delivering Alien Invasive Species Inventories for Europe) zum Einen unter Verwendung der in der Quelle angegebnen Namen und zum Anderen unter zusätzlicher Berücksichtung aller verfügbaren alternativen Namen.
  • Bamboo tea: Reduction of taxonomic complexity and application of DNA diagnostics based on rbcL and matK sequence data
    Im Gegensatz zu den ersten zwei Publikationen (2012 und 2013), die sich mit rein potentiellen Verwechslungsfällen beschäftigten, beleuchtet diese Publikation aus dem Jahr 2016 einen tatsächlichen Fall. Die Hälfte der getesteten Produkte, die laut Deklaration Bambus enthalten sollten, enthielten eine völlig andere Pflanze. Neben der bereits vorgestellten diagnostischen Methode, bei der DNA von bestimmten Pflanzen mittels PCR nachgewiesen wird, legt diese Publikation besonderen Wert auf die Methodik, welche die Grundlage für die Entwicklung von diagnostischen Verfahren bildet (Abbildung 3).
Zu Begin des Jahres 1974 wurde ich in Wolfach als Sohn von Klaus-Dieter und Petra Maria (geb. Krück) Horn geboren.
Am Ufer von Wolf und Kinzig und in den Wäldern des Wolf- und Kinzigtals wuchs ich auf. Die ersten 2 Lebensjahre spielte sich meine Welt im wolfacher Kastaniendobel ab.
Nach der Ankunft einer kleinen Schwester - Claudia - ging es nach Oberwolfach in den Birkenweg, wo es zu dem Zeitpunkt noch lebende Namengeber gab. Kindergarten, Grundschule und 3 Birken weniger - es ging in die Allmendstraße, meine vorletzte jugendliche Station.
Realschule Wolfach, alte und neue Freunde. Pupertät, Hormone und Rebellion führten mich ins Exil nach Hausach.
Zurück in der Allmend startete ich den 1. Versuch einer Lehre. Automobilmechaniker bei meinem Vater. Ein weiteres Jahr Schule mit einem Verdienst der keine Unabhängigkeit bringt? Die Aussicht auf das Ende des Anfangs erstickten den Keim gänzlich. Festlegen? Was ist Leben? Bodenlosigkeit... Orientierungslosigkeit... dennoch oder deswegen suchend?
Hilfsarbeiten auf Baustellen und in Lagern. Erste Wohnung (Oberwolfach), Bundeswehr (Todnau, Ulm), zweite Wohnung (Hausach). 2. Versuch einer Lehre - Landschaftsgärtner. Was soll das alles? Was ist Liebe? Ausstieg. Obdachlos im Kinzigtal und Berlin.
Die Rückkehr! Oder die Ankunft? Bei meiner Schwester in Wolfach Unterschlupf gefunden. Anschließend Wohnung Nr. 3 in Berghaupten. Zeitarbeit... arbeitslos... Zeitarbeit. Stoned und Entschlossen: Da muss es doch noch was anderes geben. Suchend.
Gefunden: Zur Abend(real)schule in Offenburg angemeldet. Aus Leiharbeit wird unbefristeter Job. Umzug nach Kippenheim. Einsam Zweisam Einsam. Nach zwei Jahren der Abschluss mit mittlerer Reife.
Umzug nach Ortenberg - Familienleben. Job in einer Videothek und Anmeldung zum Abendgymnasium in Offenburg. Umzug nach Offenburg. Das Leben eines Call-Center-Bots. Menschen versklaven Menschen um Menschen zu versklaven. Kranke (Menschen)Welt.
Einsam Zweisam Einsam. Nach 3 Jahren Abschluss mit allgemeiner Hochschulreife. Noch studieren? Geht nur mit finanzieller Unterstützung: Elternunabhängiges BAföG. Ich bin 29 - bis zum 30. Lebensjahr ist der Antrag möglich. Puh, das war knapp. Studieren, aber was? Ich schwanke zwischen Sozialwissenschaften und der Biologie. Die Biologie macht das Rennen - eine emotionale Entscheidung. Die Zentrale Vergabestelle für Studienplätze (ZVS) schickt mich nach Karlsruhe.
2,5 Jahre Grundstudium. 3,5 Jahre Hauptstudium. Beendingung des Studiums mit der Diplomarbeit nach 12 Semestern. Und nu? Hamburg, Wales oder Karlsruhe? Ein Angebot aus Karlsruhe ist verlockend und bequemer.
2010 beginnt die Doktorarbeit. Was ist eine Art? Welche Arten werden in der Traditionelle Chinesische Medizin eingesetzt? Wie organisiert man unvorstellbar viele und qualitativ sehr unterschiedliche Informationen? Wie überprüft man pflanzliche Produkte auf Echtheit? DNA als Informationsquelle für Identifizierungen. Die Grenzen zwischen privatem und beruflichem Leben lösen sich auf. Zunehmende Isolation. Weitere 4 Jahre vergehen bis zum Abschluss der Arbeit.
Weitere 3 Jahre als Post-Doc stellen den Abschluss meiner institutionellen akademischen Laufbahn dar. Unabhängigkeit und Selbstständigkeit als "neues" Kredo eines nachhaltigen Lebens.